MONTAG, 27. MÄRZ 2017, Schaffhauser Nachrichten

Timothy mit seinem Trainer Gerhard Innerhofer und Teamkollegin Lisa Stamm anlässlich der LBSM Genf vom 23.3. – 26.3.2017

Eine erfolgreiche Ausbeute

Die Bilanz der Schaffhauser Schwimmer an der SM: total drei Silber- und zwei Bronze­medaillen, drei neue Club­rekorde, Finalklassierungen und persönliche Bestzeiten.

SCHWIMMEN Der dritte und der vierte Wettkampftag der Langbahn-Schweizer-Meisterschaften in Genf war ein Auf und Ab der Gefühle. Über 400 Meter Lagen landete Lisa Stamm im morgendlichen Vorlauf auf dem vielversprechenden 3. Rang. Im Final zeigte Stamm ihren Kampfgeist und schaffte es, mit einer neuen Saisonbestzeit, auf den hervorragenden 2. Platz. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer, denn Stamm wurde wegen eines vermeintlichen Wendefehlers zu Unrecht disqualifiziert. Viel Zeit blieb nicht, um diesen Frust zu verarbeiten, stand doch der Startschuss zum 800-Meter-Freistilrennen bevor. Dieses endete in einem verbitterten Zweikampf um den 3. Rang, welchen Stamm auf der letzten Länge für sich entscheiden konnte. Entsprechend riesig war die Freude über die gewonnene Bronzemedaille. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass Stamm eben gerade zwei kräftezehrende Rennen gegen die schnellsten Schweizerinnen hinter sich gebracht hatte.

Am Sonntag reichte es dann nicht mehr zu einer erheblichen Leistungssteigerung. Trotz guter Zeit, war die Konkurrenz über 200 Meter Lagen einfach zu stark. Stamm musste sich mit dem 6. Schlussrang zufriedengeben. Im letzten Rennen, nach vier anstrengenden Wettkampftagen, startete Stamm über die strapaziösen 1500-Meter-Freistil. Dabei reichten die Kräfte nicht mehr für eine Aufholjagd, und Stamm landete auf dem undankbaren 4. Platz.

Starke Leistungen von Schlatter
Timothy Schlatter startete in den Vorläufen über 200 Meter Rücken bereits mit einer neuen persönlichen Bestzeit und durfte sich Hoffnungen auf eine Medaille machen. Im Final gelang Schlatter ein Exploit. Nochmals um sagenhafte drei Sekunden verbesserte er seine persönliche Bestmarke. Mit einer Zeit von 2:04,99 wurde er ­Vize-Schweizer-Meister und gewann verdient seine zweite Silbermedaille an diesen Meisterschaften – ein grossartiger Erfolg für den 18-Jährigen aus Stein am Rhein.

Über 200 Meter Lagen zeigte Schlatter ebenfalls ein beherztes Rennen. Wiederum konnte er seine persönliche Bestzeit um drei Sekunden steigern und landete auf dem guten 6. Schlussrang. Als Rückenspezialist ist dies ein ausgezeichnetes Ergebnis, werden die vorderen Ränge doch ausschliesslich von den Brustspezialisten dominiert. Schlatter zeigte sich überglücklich über seine drei Medaillen, hatte er im Vorfeld doch nur mit einer spekuliert.

Als Aufsteiger des SC-Schaffhausen-Teams entpuppte sich Christian Sidler. Über die drei Freistildisziplinen 50, 100 und 200 Meter verbesserte er die Clubrekorde von Matthias und Stefan Sigrist aus dem Jahre 2009. Im Vorlauf über 100 Meter Freistil gelang dem 26-jährigen Studenten mit 51,62 gar die fünftschnellste geschwommene Zeit. Sidler klassierte sich jeweils unter den ersten acht, eine beachtliche Leistung bei diesem sehr starken und ausge- glichenen Starterfeld der Freistildisziplinen.

Katharina Rohrbach, die jüngste im Schaffhauser Team (800 m Freistil), und Paula Terschawetz (100 m Delfin) konnten sich ebenfalls über neue persönliche Bestzeiten freuen und rundeten die guten Ergebnisse der Schaffhauser Equipe am Wettkampf ab. Cheftrainer Gerhard Innerhofer bedauerte zwar die Disqualifikation und die da-mit verlorene Medaille über 400 Meter Lagen, zeigte sich aber höchst zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. (bas)